Die offizielle K.-o.-Phase der Champions League 2025/26 beginnt mit den Hinspielen des Achtelfinals – der Weg ins große Finale ist damit eröffnet. Unsere Prognosen versprechen erneut hochkarätigen Fußball. Während die großen Favoriten ihren Status verteidigen wollen, warten hungrige Herausforderer und einige Überraschungen aus den Play-offs auf sie. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Bodø/Glimt: Schafft es der norwegische Geheimtipp, nach vier beeindruckenden Siegen weiterhin für Furore in Europa zu sorgen?
Die Quicktipps von Merkur für die ersten Achtelfinal-Begegnungen der Champions League
Galatasaray Istanbul gegen FC Liverpool
Galatasaray hat sich nach einem starken ersten Spiel gegen Juventus durchgesetzt, zeigte sich im Rückspiel jedoch hinten anfällig. Liverpool hingegen qualifizierte sich direkt und glänzt derzeit mit einer starken Serie aus vier Siegen. Die Engländer bringen eine enorme Offensivkraft mit, müssen aber ihre Defensive stabilisieren, um wirklich sicher zu stehen. Besonders bei Standardsituationen sind die Reds momentan extrem gefährlich. Aufgrund der individuellen Qualität tendieren wir hier zu Liverpool.
Newcastle hat sich souverän über die Play-offs qualifiziert. Im kommenden Spiel gegen Barça müssen die Magpies ihre defensiven Schwächen beheben und gleichzeitig ihre gefährlichen Konter perfektionieren. Die Katalanen reisen mit dem Top-Talent Lamine Yamal und einer starken Siegesserie an, müssen jedoch auf Lewandowski verzichten. Zudem fehlt ihnen der Heimvorteil des Camp Nou. Trotzdem bleibt Barcelona aufgrund der Kaderqualität leicht im Vorteil.
Dank einer starken zweiten Hälfte im Play-off-Rückspiel gegen Brügge ist Atletico Madrid sicher in die nächste Runde eingezogen. Besonders Alexander Sørloth stach mit einem Hattrick hervor. Diese individuelle Qualität könnte auch gegen Tottenham den Unterschied machen. Die Spurs hingegen stecken nach der harten 1:4-Niederlage im Derby gegen Arsenal in einer tiefen Krise, sowohl sportlich als auch mental. Während Atletico diszipliniert auftritt, fehlt es den Engländern derzeit an Stabilität und Selbstvertrauen.
Nach einem schwachen Hinspiel zeigte Atalanta im Rückspiel gegen Dortmund eine dominante Leistung. Nun wartet das nächste deutsche Team auf die Italiener, gegen das sie Tempo und Effizienz beweisen müssen. Die Bayern, die sich als Tabellenzweite direkt qualifiziert haben, spielen auch national top und werden vermutlich ihre enorme Routine einsetzen, um die Offensivwut von Atalanta zu neutralisieren.
Ein eher ereignisloses Unentschieden gegen Olympiakos reichte der Werkself für das Weiterkommen. Jetzt wartet jedoch eine ganz andere Herausforderung: die Gunners, derzeitige Spitzenreiter in der Champions League und Premier League. Arsenal kommt mit viel Momentum, einem starken Derbysieg und einer gefährlichen Standardsituation ins Spiel, neigt aber manchmal zu Nervosität. Leverkusen muss defensiv absolut konzentriert bleiben, um hier zu punkten.
Die bittere Niederlage gegen Benfica scheint nach den anschließenden Play-off-Erfolgen gegen die Portugiesen schnell vergessen zu sein. Real Madrid ist nun im Achtelfinale und trifft auf Manchester City. Die Mannschaft von Pep Guardiola ist derzeit in einem richtigen Lauf und holt Sieg um Sieg. Hier prallt Citys Ballbesitzfußball auf die eiskalte Effizienz und schnellen Umschaltspiel von Real. In diesem Top-Spiel werden vermutlich nur winzige Details über den Sieger entscheiden.
Mit zwei Siegen über den Vorjahresfinalisten Inter hat sich der Underdog Bodø/Glimt massives Selbstvertrauen zugeholt. Die Norweger agieren derzeit taktisch sehr diszipliniert und bestrafen jeden Fehler des Gegners gnadenlos. Ihr Gegner Sporting ist direkt qualifiziert, steht aber international weniger im Fokus als andere Top-Teams. Dennoch sind die Portugiesen seit Längerem auf Siegkurs. Ob Bodø/Glimt erneut für eine Sensation sorgt, bleibt spannend.
Der Titelverteidiger wirkte beim 2:2 gegen Monaco eher blass, kam aber dank des Ergebnisses aus dem Hinspiel und einer Gelb-Roten Karte des Gegners weiter. Dennoch gab es gefährliche Patzer in der Abwehr kurz vor Schluss. Gegen Chelsea muss PSG nun wieder zur alten Stärke zurückfinden. Die Blues schwanken zwar in der Liga und haben Disziplinprobleme, verfügen aber über genügend individuelle Klasse, um PSG gefährlich zu werden.