Wir wollen mehr Steuern zahlen.

Es mag im ersten Moment widersprüchlich klingen: Warum sollte ein Unternehmen freiwillig mehr Steuern zahlen wollen? Doch genau das ist die Forderung von uns und anderen seriösen Betreibern von Online-Spielautomaten in Deutschland.

Das Problem ist, dass wir unter den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen gar nicht können. Da die Steuer derzeit auf Basis des Spieleinsatzes berechnet wird, müssen wir zwangsläufig die Gewinnquoten für die Spieler senken. Das macht das legale Angebot doppelt so teuer wie die illegalen Alternativen. Die Folge ist fatal: Die Spieler wandern massenhaft in den Schwarzmarkt ab. Das schadet nicht nur dem Staat und den legalen Firmen, sondern untergräbt massiv den Spielerschutz. Während die Kriminalität steigt und Verbraucherschutzrechte ignoriert werden, brechen die Steuereinnahmen ein – in den letzten drei Jahren um satte 50 %.nicht unter dem derzeitigen gesetzlichen Besteuerungssystem für Online-Spielautomaten. Durch die Besteuerung auf Grundlage des Spieleinsatzes sinken zwangsläufig die an die Spieler ausgeschütteten Gewinne und das legale Online-Automatenspiel wird doppelt so teuer wie das illegale. Das Ergebnis? Die Spieler weichen massiv in den Schwarzmarkt aus – zum Schaden von Staat, Spielerschutz und legalen Anbietern. Kriminalität steigt, der Verbraucherschutz bleibt auf der Strecke und Steuereinnahmen brechen ein: minus 50 % in den letzten drei Jahren.

Dabei wäre die Lösung simpel: Deutschland sollte seinen Sonderweg beenden und sich an den anderen Ländern orientieren, die bereits stabile und legale Online-Glücksspielmärkte haben. Anstatt das reine „Spielgeld“ der Kunden zu besteuern, sollten wir die tatsächlichen Umsätze der Unternehmen heranziehen. Wenn die Steuerbemessung auf den Bruttospielertrag (also den Netto-Umsatz nach Abzug der Gewinne) umgestellt würde, könnten legale Anbieter dem Schwarzmarkt wieder massiv Marktanteile entziehen. Das Ergebnis wären deutlich höhere und vor allem sichere Steuereinnahmen für den Fiskus.Besteuern wir nicht länger das „Spielgeld“ der Spieler, sondern die Umsätze der Glücksspielunternehmen. Durch eine Reform der Steuerbemessungsgrundlage hin zum Bruttospielertrag (= Netto-Umsatz nach Gewinnauszahlungen) könnten die legalen Anbieter dem Schwarzmarkt große Marktanteile abnehmen. Das Ergebnis wären deutlich höhere Steuereinnahmen aus dem legalen und sicheren Spiel.

Key Facts

  • Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Einnahmen aus der virtuellen Automatensteuer (gemäß §§ 36-45 RennwLottG) sind seit 2022 um die Hälfte eingebrochen. Den Bundesländern entgehen dadurch jährlich etwa 500 Millionen Euro, die eigentlich für wichtige Investitionen zur Verfügung stünden.Einnahmen aus der Virtuellen Automatensteuer (§§ 36-45 RennwLottG) sind seit 2022 um 50 % gesunken. Den Ländern gehen jährlich rund 500 Mio. EUR Steuereinnahmen für Investitionen verloren.
  • Dieser dramatische Rückgang liegt nicht daran, dass die Menschen weniger spielen wollen, sondern an einem Konstruktionsfehler im Steuersystem. Deutschland ist europaweit das einzige Land, das die Steuer auf die Einsätze der Spieler erhebt. Überall sonst in Europa wird der Bruttospielertrag besteuert – also das, was effektiv in der Kasse des Anbieters bleibt.fehlerhaften Steuerbemessungsgrundlage: Deutschland ist das einzige Land in Europa, das Online-Spielautomaten auf Grundlage der Spieleinsätze der Verbraucher besteuert. Alle anderen Länder besteuern den Bruttospielertrag (= die „Kasse“ des Anbieters).

  • Um die hohe Einsatzsteuer überhaupt finanzieren zu können, müssen legale Anbieter die Auszahlungsquoten drastisch drücken. Während international übliche Werte zwischen 94 und 96 % liegen, sinken sie in Deutschland auf etwa 88 bis 90 %. Damit wird das legale Spiel im Vergleich zum illegalen Angebot schlichtweg doppelt so teuer.Ausschüttungsquote drastisch senken: von den international üblichen 94-96 % auf 88-90 %. Das legale Spiel wird dadurch doppelt so teuer wie das illegale.

  • Die Reaktion der Kunden ist vorhersehbar: Sie flüchten in die Illegalität, was dazu führt, dass die Schwarzmarktquote mittlerweile bei bis zu 75 % liegt.Schwarzmarktquote: bis zu 75 %).

  • Der Gesetzgeber hat die Chance, diesen politischen und finanziellen Fehlweg zu korrigieren, indem er das internationale Modell übernimmt und den Bruttospielertrag als Grundlage für die Steuer festlegt.ordnungs- und fiskalpolitische Fehlentwicklung umkehren, indem er nach internationalem Vorbild den Bruttospielertrag als Steuerbemessungsgrundlage festlegt.

Deutschlands isolierter Kurs bei der virtuellen Automatensteuer

Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021), der am 1. Juli 2021 in Kraft trat, wurden virtuelle Automatenspiele in Deutschland erstmals legalisiert und reguliert. Parallel dazu wurden in den §§ 36–45 des Rennwett- und Lotteriegesetzes (RennwLottG) die steuerlichen Regeln festgelegt. Da es sich beim RennwLottG um ein Bundesgesetz handelt, ist die Zustimmung des Bundesrats nötig, während die Aufsicht und die daraus resultierenden Erträge allein bei den Bundesländern liegen.

Im Gegensatz zum Rest Europas entschied sich Deutschland für eine Besteuerung der Einsätze: Jeder gesetzte Euro wird mit 5,3 % besteuert – das sind 5,3 Cent pro Einsatz. In anderen europäischen Staaten wird hingegen der Bruttospielertrag (BSE) besteuert, also der Betrag, der dem Anbieter nach der Auszahlung der Gewinne verbleibt. Dieser Alleingang wurde bereits während der Gesetzgebung scharf kritisiert. So warnte beispielsweise der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Justus von der Universität Düsseldorf im Bundestag ausdrücklich:

Steuer_DrJustusHaucap

„Die geplante Einsatzsteuer von 5,3 % für Online-Slots und Poker wird vermutlich dazu führen, dass Spieler massenhaft auf illegale Plattformen abwandern. Diese übertriebene steuerliche Belastung könnte das größte Hindernis sein, das den gesamten Glücksspielstaatsvertrag 2021 scheitern lässt. Hier besteht dringender Korrekturbedarf.“„Die vorgesehene Spieleinsatzsteuer von 5,3 Prozent für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker dürfte ein massives Abwandern von Spielerinnen und Spielern in den Schwarzmarkt induzieren. […] Die überbordende Besteuerung [wird] eindeutig das gravierendste Problem sein, das den gesamten GlüStV 2021 zum Scheitern bringen kann. Hier besteht erheblicher Korrekturbedarf.“

– Prof. Dr. Justus Haucap

Experten wie Prof. Dr. Haucap hatten genau das vorausgesagt: Die Einsatzsteuer macht das legale Spiel aus Sicht der Nutzer unattraktiv und teuer, was das illegale Glücksspiel erst recht befeuert. Trotz dieser Warnungen wurde die Steuer beschlossen – und die düsteren Prognosen haben sich inzwischen bewahrheitet.

Die Folgen: Ein Boom des Schwarzmarktes und sinkende Staatseinnahmen

Was die Experten damals befürchteten, ist heute bittere Realität. Damit legale Anbieter trotz der 5,3-prozentigen Steuerlast überhaupt profitabel arbeiten können, müssen sie die Auszahlungsquoten (RTP – Return to Player) massiv senken. Während weltweit Raten von 94 % bis 96 % Standard sind, können regulierte deutsche Plattformen im Schnitt nur etwa 88 % bis 90 % ausschütten. Für den Spieler bedeutet das: Das legale Angebot ist doppelt so teuer. Mit demselben Budget hat man in einem illegalen Casino etwa doppelt so viel Spielzeit wie auf einer lizenzierten Seite. Die Logik ist einfach: Viele Nutzer verlassen das sichere, aber teure legale Angebot und wechseln zu den günstigeren illegalen Alternativen.Realität geworden. Um die Steuerlast tragen zu können und trotz der 5,3-prozentigen Steuerbelastung ein tragfähiges Geschäftsmodell zu haben, müssen die legalen Anbieter die Ausschüttungsquoten (RTP, Return to Player) ihrer Spiele deutlich senken. Weltweit üblich sind bei Online-Automatenspielen Auszahlungsraten von 94 bis 96 % – doch in Deutschland können erlaubte Plattformen im Schnitt nur noch rund 88 bis 90 % der Einsätze an die Spieler ausschütten. Für die Spielenden bedeutet das: Das legale Spiel ist doppelt so teuer wie das illegale. Das gleiche Startbudget bietet online im illegalen Casino etwa doppelt so viel Spielzeit wie auf einer regulierten Plattform. Die Konsequenz liegt auf der Hand: Viele Nutzer kehren dem legalen, aber teuren Angebot den Rücken und weichen zu kostengünstigeren, illegalen Angeboten aus.

Dieser Trend lässt sich belegen. Eine Studie von Prof. Dr. Gunther Schnabl der Universität Leipzig aus dem Jahr 2023 zeigt, dass bereits die Hälfte der Spielzeit deutscher Online-Spieler auf illegalen Seiten verbracht wird. Das Hauptziel des GlüStV 2021 – die Spieler in einen regulierten Markt zu lenken – ist damit gescheitert. Da im Schwarzmarkt zudem oft deutlich höhere Einsätze getätigt werden, wird geschätzt, dass der Umsatzanteil des illegalen Marktes bei mindestens 75 % liegt. Vor allem die sogenannten „Vielspieler“ sind fast vollständig abgewandert.Diese Abwanderung ist messbar. Eine im Jahr 2023 veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Gunther Schnabl (Universität Leipzig) zeigt, dass rund die Hälfte der gesamten Spielzeit deutscher Online-Glücksspieler mittlerweile auf illegalen Seiten verbracht wird. Die erhoffte Kanalisierung der Spieler in den regulierten Markt – ein zentrales Ziel des GlüStV 2021 – ist damit klar verfehlt. Da im Schwarzmarkt zudem mit deutlich höheren Einsätzen gespielt werden kann, ist davon auszugehen, dass die Umsatzquote des illegalen Marktes bei mindestens 75 % liegt. Insbesondere Vielspieler sind mittlerweile komplett ins Illegale abgewandert.

Parallel dazu stürzen die Steuereinnahmen ab. Im Jahr 2022, dem ersten Regulierungsjahr, flossen noch 428,5 Mio. EUR aus der virtuellen Automatensteuer in die Kassen. 2023 sank dieser Betrag bereits auf 264,4 Mio. EUR (ein Minus von 38 %). Im ersten Halbjahr 2024 lagen die Erlöse bei nur noch 101,8 Mio. EUR, verglichen mit 226,5 Mio. EUR im Vorzeitraum 2022. Hochgerechnet bedeutet das einen Einbruch von über 50 % gegenüber 2022. Es ist offensichtlich: Die Menschen spielen nicht weniger, sie spielen nur woanders – im illegalen Sektor. Die Leidtragenden sind die Allgemeinheit, da den Ländern Gelder für öffentliche Aufgaben fehlen, sowie seriöse Unternehmen wie die Merkur Group, die gegen eine unregulierte Konkurrenz ohne jeglichen Spielerschutz antreten müssen.staatlichen Einnahmen ein. Zwar wurden im ersten Jahr der Regulierung, 2022, noch 428,5 Mio. EUR an virtueller Automatensteuer eingenommen, doch 2023 sank dieser Betrag bereits auf 264,4 Mio. EUR (minus 38 %). Im 1. Halbjahr 2024 lagen die Steuererlöse nur noch bei 101,8 Mio. EUR (zum Vergleich: 1. Halbjahr 2022: 226,5 Mio. EUR). Hochgerechnet bedeutet das einen Einbruch von mehr als 50 % gegenüber 2022. Offenkundig haben die Spieler nicht aufgehört zu spielen – sie tun es nur woanders. Die Umsätze sind vom legalen in den illegalen Markt gewandert. Leidtragende dieser steuerpolitisch forcierten Marktentwicklung ist die Allgemeinheit: Die Länder haben weniger Geld für öffentliche Aufgaben und verantwortungsvolle Anbieter wie die Merkur Group haben das Nachsehen gegenüber illegaler Konkurrenz, die unregulierte Angebote ohne Spielerschutz betreibt.

Entwicklung der Steuereinnahmen aus der Virtuellen Automatensteuer

Steuer_Graph6

Quelle: Bundesministerium der Finanzen (Kassenmäßige Steuereinnahmen nach Steuerarten, 3 Monate gleitender Durchschnitt)

Die Lösung: Mehr Spielerschutz, fairen Wettbewerb und höhere Einnahmen durch Ertragsbesteuerung

Es ist klar: Die Bemessungsgrundlage der Steuer muss dringend reformiert werden. Die Besteuerung der Einsätze hat sich als völlig ungeeignet erwiesen, um die Spieler in den legalen Markt zu führen. Das aktuelle System spielt nur den Kriminellen in die Karten. Die Lösung ist simpel und wird im Rest Europas bereits erfolgreich angewandt: die Besteuerung des Bruttospielertrags (BSE), also des Betrags, der dem Anbieter nach den Gewinnauszahlungen bleibt.Klar ist: Die Steuerbasis muss dringend geändert werden! Der Spieleinsatz als Bemessungsgrundlage hat sich als komplett ungeeignet erwiesen, das gesetzliche Kanalisierungsziel beim Online-Glücksspiel umzusetzen. Das aktuelle Steuersystem schadet allen außer den Kriminellen. Die Alternative liegt auf der Hand und wird in allen anderen europäischen Ländern längst praktiziert: eine Besteuerung des Bruttospielertrags (BSE) der Glücksspielanbieter (= Spielertrag nach Auszahlung der Gewinne).

Die Politik ist nun gefordert. Bund und Länder müssen gemeinsam die virtuelle Automatensteuer reformieren. Konkret bedeutet das eine Änderung der §§ 36 ff. RennwLottG, sodass künftig der Bruttospielertrag als Basis dient und der Steuersatz entsprechend angepasst wird. Diese Maßnahme ließe sich schnell umsetzen und hätte sofort positive Auswirkungen:Jetzt muss die Politik handeln. Bund und Länder sind gefordert, die virtuelle Automatensteuer zu reformieren. Konkret heißt das: §§ 36 ff. RennwLottG müssen dahingehend geändert werden, dass künftig der Bruttospielertrag als Bemessungsgrundlage der virtuellen Automatensteuer dient und der Steuersatz entsprechend angepasst wird. Dieser Schritt kann schnell umgesetzt werden – und hätte unverzüglich positive Effekte:

  1. Kanalisierung: Legale Angebote könnten wieder wettbewerbsfähige Auszahlungsquoten bieten. Das regulierte Spiel wäre nicht mehr teurer als das illegale, wodurch der legale Markt dem Schwarzmarkt massiv Marktanteile abnehmen könnte.Kanalisierung: Die legalen Online-Spiele könnten wieder mit konkurrenzfähigen Ausschüttungsquoten angeboten werden. Ein reguliertes Online-Glücksspiel wäre dann nicht mehr teurer als ein illegales. Der legale Markt könnte der Illegalität große Marktanteile abnehmen.

  2. Spielerschutz: Wenn die Nutzer zurück in den legalen Bereich kehren, profitieren sie wieder vom hohen Sicherheits- und Jugendschutzniveau, das durch die staatliche Regulierung gewährleistet wird.Spielerschutz: Durch die Lenkung der Verbraucher zurück in den legalen Bereich würden wieder mehr Spieler vom hohen Spieler- und Jugendschutzniveau der legalen Online-Glücksspielangebote gemäß den Vorgaben der gesetzlichen Glücksspielregulierung profitieren.

  3. Steigerung der Einnahmen: Durch die Verdrängung des illegalen Marktes würden die Steuereinnahmen für die Länderhaushalte massiv steigen. Die Marktquote des legalen Sektors könnte kurzfristig von etwa 25 % auf bis zu 80 % springen. Selbst bei einem moderaten Steuersatz auf den Bruttospielertrag würden die Einnahmen stark ansteigen. Modellrechnungen sprechen von einem jährlichen Steueraufkommen von rund 700 Mio. EUR – das wären etwa 500 Mio. EUR mehr als derzeit, Geld, das aktuell für wichtige Investitionen fehlt.Höhere Steuereinnahmen: Durch das Zurückdrängen des illegalen Marktes würden bei den legalen Online-Glücksspielangeboten wieder deutlich höhere Steuereinnahmen zugunsten der Länderhaushalte generiert. Die Marktquote des legalen Marktes dürfte kurzfristig von rund 25 % auf bis zu 80 % hochschnellen. Selbst bei einem moderaten Steuersatz auf den Bruttospielertrag würden die Einnahmen aus der virtuellen Automatensteuer dadurch massiv steigen. Modellrechnungen zeigen, dass rund 700 Mio. EUR jährlich an Steueraufkommen erzielt werden könnten. Das wären rund 500 Mio. EUR mehr pro Jahr als derzeitGeld, das den Ländern aktuell nicht für Investitionen zur Verfügung steht.

Fazit: Ein Gewinn für den Staat, die Spieler und die legalen Anbieter

Alles in allem spricht viel für eine zügige Reform der virtuellen Automatensteuer. Die Umstellung auf den Bruttospielertrag wäre eine klassische Win-Win-Win-Situation: Die Bundesländer erhalten deutlich mehr Geld für öffentliche Investitionen. Die Spieler profitieren von attraktiven Angeboten bei maximaler Sicherheit und optimalem Spielerschutz. Und lizenzierte Anbieter können wieder wettbewerbsfähig und profitabel arbeiten, in ihre Qualität investieren und den Schwarzmarkt effektiv zurückdrängen. Der illegale Markt würde seinen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verlieren und damit weitgehend ausgetrocknet werden.Alles das spricht für eine zügig umzusetzende Reform der virtuellen Automatensteuer. Eine Umstellung der Steuerbemessungsgrundlage auf den Bruttospielertrag wäre eine klassische Win-Win-Win-Situation: Die Länder erhalten erheblich mehr Steuergelder für öffentliche Investitionen. Die Spieler genießen ein attraktives legales Angebot, höchste Sicherheit und optimalen Spielerschutz. Und die lizenzierten Anbieter können konkurrenzfähig und profitabel arbeiten, weiter in ihre Qualität investieren und den Schwarzmarkt zurückdrängen. Der illegale Markt würde weitgehend ausgetrocknet, weil er seinen Wettbewerbsvorteil verliert.

Wenn es heißt „Wir wollen mehr Steuern zahlen“, ist das keineswegs sarkastisch gemeint. Im Gegenteil: Es ist eine klare Forderung. Die Betreiber von Online-Slots sind bereit, einen höheren Steuerbetrag zu entrichten, sofern die Besteuerung des Bruttospielertrags fair und gerecht gestaltet wird. Nun ist die Politik gefordert, endlich die notwendigen Weichen zu stellen.„Wir wollen mehr Steuern zahlen“ steckt also keine Ironie, sondern ein konkreter Appell: Durch eine faire Besteuerung des Bruttospielertrags wollen und werden die Anbieter von Online-Automatenspielen tatsächlich am Ende mehr Steuern zahlen! Jetzt liegt es an der Politik, den Hebel umzulegen.